22.06.2012
ZEW DIFI-Report erschienen – Deutsche Immobilien bleiben gefragt
Die Stimmung hinsichtlich der Finanzierungsbedingungen am deutschen Immobilienmarkt für die kommenden sechs Monate hat sich im zweiten Quartal 2012 leicht verbessert. Der Deutsche Immobilienfinanzierungsindex (DIFI) liegt aktuell bei minus 18,1 Punkten.
Im Vergleich zum Vorquartal ist das eine Verbesserung um drei Punkte. Trotz der Verbesserung werden die Finanzierungsbedingungen allerdings weiterhin eher skeptisch bewertet. Das sind Ergebnisse der vierteljährlichen ZEW-Umfrage unter Immobilienmarktexperten zum Immobilienfinanzierungsmarkt in Deutschland. Im Mai haben sich an der Umfrage 40 Experten beteiligt.
Die aktuelle Erhebung zeigt auch, dass sich die Finanzierungsbedingungen am deutschen Immobilienmarkt in den zurückliegenden sechs Monaten deutlich verbessert haben. Vor allem bei den Büroimmobilien hat sich die Situation mit einem Anstieg um 47,5 Punkten deutlich aufgehellt. Der Saldo liegt mit 2,8 Punkten jetzt erstmals im positiven Bereich.
Zur leicht verbesserten Stimmung unter den Experten dürfte unter anderem beigetragen haben, dass sich die wirtschaftliche Lage in Deutschland im europäischen Vergleich weiterhin als recht robust erweist. Risiken gibt es allerdings aufgrund der weiterhin anhaltende Staatenschuldenkrise im Euroraum.
Das Ergebnis der Sonderfrage im zweiten Quartal 2012 zeigt, dass deutsche Immobilien bei deutschen und internationalen Investoren derzeit hoch im Kurs stehen. Diese Entwicklung wird sich in den kommenden zwölf Monaten nach Ansicht der befragten Immobilienmarktexperten fortsetzen. Insbesondere bei Wohnimmobilien rechnen über 68 Prozent der Befragten mit einer weiter zunehmenden Nachfrage. Auch für Büro-, Logistik- und Einzelhandelsimmobilien erwartet rund ein Viertel der Experten, dass die Nachfrage für deutsche Objekte weiter anziehen wird. Gleichzeitig gehen allerdings für diese Marktsegmente auch zwischen 59 und 66 Prozent der Umfrageteilnehmer von keiner deutlichen Nachfrageveränderung aus.
Prof. Dr. Felix Schindler, Telefon 0621/1235-378, E-Mail schindler@zew.de