Immer mehr junge Menschen in Deutschland erwerben eine Studienberechtigung. Aber bei weitem nicht alle Jugendlichen mit einer Studienberechtigung gehen tatsächlich studieren. Der Übergang an eine Hochschule hängt in hohem Maße vom Familienhintergrund ab. Unter anderem trauen sich Schüler/innen aus nicht-akademischen Elternhäusern selbst bei gleichen Noten seltener ein Studium zu als Schüler/innen aus akademischen Elternhäusern. In dieser Studie untersuchen wir aufbauend auf wiederholten Befragungen von Schüler/innen der Oberstufe die Wirkung eines Studien¬orientierungs¬¬programms auf die Entwicklung der studien-spezifischen Selbstwirksamkeit, einem Maß des Vertrauens in die eigene Fähigkeit, ein Studium erfolgreich zu meistern. Unsere Differenz-von-Differenzen-Befunde deuten darauf hin, dass die Teilnahme an dem Programm die studienspezifische Selbstwirksamkeit bei Jugendlichen aus einem nicht-akademischen Elternhaus verbessert hat, nicht jedoch bei Jugendlichen aus einem akademischen Elternhaus. Bestehende Disparitäten zwischen diesen beiden Gruppen wurden verringert.

Mohrenweiser, Jens und Friedhelm Pfeiffer (2016), Zur Entwicklung der studienspezifischen Selbstwirksamkeit in der Oberstufe, Journal for Labour Market Research 49(1), 77-95.

Autoren

Mohrenweiser, Jens
Pfeiffer, Friedhelm

Schlagworte

Ausbildung, Familienumgebung, Studium, Studienorientierungsprogramm, studienspezifische Selbstwirksamkeit