Immer mehr junge Menschen in Deutschland erwerben eine Studienberechtigung. Aber bei weitem nicht alle Jugendlichen mit einer Studienberechtigung gehen tatsächlich studieren. Der Übergang an eine Hochschule hängt noch immer stark vom Familienhintergrund ab. Unter anderen trauen sich Schüler/innen aus nicht akademischen Elternhausern selbst bei gleichen Noten seltener ein Studium zu. In dieser Studie untersuchen wir aufbauend auf wiederholten Befragungen von Schüler/innen der Oberstufe die Wirkung eines Studienorientierungsprogramms auf die Entwicklung der studienspezifischen Selbstwirksamkeit, einem Maß des Vertrauens in die eigene Fähigkeit, ein Studium erfolgreich zu meistern. Unsere Differenz-von-Differenzen Befunde deuten darauf hin, dass die Teilnahme an dem Programm die studienspezifische Selbstwirksamkeit bei Jugendlichen aus einem nichtakademischen Elternhaus verbessert hat, nicht jedoch bei Jugendlichen aus einem akademischen Elternhaus. Bestehende Disparitäten zwischen diesen beiden Gruppen wurden deutlich verringert.

Mohrenweiser, Jens und Friedhelm Pfeiffer (2016), Zur Entwicklung der studienspezifischen Selbstwirksamkeit in der Oberstufe, ZEW Discussion Paper No. 16-001, Mannheim. Download

Autoren

Mohrenweiser, Jens
Pfeiffer, Friedhelm

Schlagworte

Ausbildung, Familienumgebung, Studium, Studienorientierungsprogramm, studienspezifische Selbstwirksamkeit