In diesem Aufsatz werden Stromkonsum und Stromkosten von Haushalten in Grundsicherung in Deutschland untersucht. Dazu wird ein Datensatz ausgewertet, der mehr als 19.500 Haushalte mit Leistungsbezug nach SGB II und SGB XII in verschiedenen Haushaltszusammensetzungen umfasst. Die Ergebnisse der empirischen Analyse zeigen, dass die Haushaltszusammensetzung sowie die Art der Warmwasserbereitung erheblichen Einfluss auf die entstehenden Verbräuche und Kosten haben. Insbesondere die elektrische Warmwasserbereitung verursacht erhebliche zusätzliche Kosten. Es kann nur eine schwache Nachfragereaktion der Haushalte auf Veränderungen des Strompreises nachgewiesen werden. Insgesamt zeigt sich, dass die veranschlagten Anteile für Strom in den Regelbedarfen nach SGB II und SGB XII im Durchschnitt nicht zur Begleichung der Stromkosten ausreichen. Dieses Problem verschärft sich insbesondere in Fällen, in denen Warmwasser mit Strom bereitet wird.

Aigeltinger, Gerd, Peter Heindl, Verena Liessem, Daniel Römer, Clarita Schwengers und Claire Vogt (2017), Zum Stromkonsum von Haushalten in Grundsicherung: Eine empirische Analyse für Deutschland, Perspektiven der Wirtschaftspolitik 18(4), 348-367. Download

Autoren

Aigeltinger, Gerd
Heindl, Peter
Liessem, Verena
Römer, Daniel
Schwengers, Clarita
Vogt, Claire

Schlagworte

Stromkonsum; Stromkosten; SGB II; SGB XII; Regelbedarf; Grundsicherung