Nachdem die Strombinnenmarktrichtlinie der Europäischen Union im Februar 1997 in Kraft getreten ist, besteht auch in Deutschland die Notwendigkeit, den energiewirtschaftlichen Ordnungsrahmen zu ändern. Damit hat die schon 1976 von der Monopolkommission angestoßene Diskussion über die Deregulierung der Energiewirtschaft einen neuen Schub bekommen. Die Vorschläge zur Deregulierung reichen von der völligen Entflechtung der bisherigen Versorgungsmonopole (Poolmodell) bis zu einer weitgehenden Beibehaltung des Status quo (Alleinabnehmersystem). Im vorliegenden Band werden die essentiellen Wirkungsmechanismen der in der Diskussion befindlichen Modelle analysiert und verglichen. Die einzelnen Modelle werden nach ihrer Fähigkeit, Wettbewerb zu entfalten und Umweltaspekte zu integrieren, bewertet. Auf dieser Grundlage werden insbesondere die Auswirkungen auf kommunale Querverbundunternehmen herausgearbeitet. Der Band richtet sich an politische Entscheidungsträger, kommunale Unternehmen, Vertreter der Energiebranche sowie an Wissenschaftler aus den Bereichen Volkswirtschaft und Energiewirtschaft.