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Internationale Steuerbelastungsvergleiche

Aktuelles

Effektive Unternehmenssteuerbelastung in einer erweiterten Europäischen Union

Bestimmung effektiver Unternehmenssteuersätze auf Branchenebene unter Anwendung des Devereux/Griffith Ansatzes - Ad Hoc-Analyse innerhalb des Rahmenvertrags TAXUD/2008/CC/099

Familienunternehmen und Substanzbesteuerung

Besteuerung von kleinen und mittleren Unternehmen in Europa - Eine angewandte Studie zur Unternehmensbesteuerung von kleinen und mittleren Unternehmen im Vergleich zu großen Unternehmen

Länderindex der Stiftung Familienunternehmen, Update 2012

SEEK Projekt 2012: Besteuerung und Innovation auf Unternehmensebene

Das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) beschäftigt sich seit seiner Gründung im Jahre 1991 intensiv mit der Analyse der internationalen Besteuerung. Der Schwerpunkt liegt auf dem internationalen Vergleich der Steuerbelastungen von Unternehmen. Das Untersuchungsspektrum umfasst aber auch andere Determinanten der steuerlichen Standortattraktivität, wie die Besteuerung von hoch qualifizierten Arbeitskräften.

Die Arbeiten des ZEW-Forschungsbereichs Unternehmensbesteuerung und Öffentliche Finanzwirtschaft basieren auf einem breiten methodischen Fundament. Zur Messung von Unternehmenssteuerbelastungen wurde vom ZEW in Zusammenarbeit mit der Universität Mannheim das finanzplangestützte Simulationsprogramm European Tax Analyzer entwickelt. Mit diesem Instrument kann die effektive Steuerbelastung von repräsentativen Unternehmen mit Sitz in verschiedenen Staaten unter Einbeziehung von deren Gesellschafter detailgenau quantifiziert und analysiert werden.

Zudem werden am ZEW auch die Instrumente der neoklassischen Investitionstheorie zur Messung effektiver Steuerbelastungen von Unternehmen eingesetzt. So wird in verschiedenen Zusammenhängen die von King und Fullerton entwickelte Grenzsteuerbelastung ebenso wie die von Devereux und Griffith modellierte Steuerbelastung auf profitable Investitionen ermittelt und analysiert.

Die beiden etablierten Modelle zur Ermittlung der effektiven Steuerbelastung von Unternehmen werden durch das vom ZEW in Zusammenarbeit mit der Universität Mannheim entwickelte Mikrosimulationsmodell ZEW TaxCoMM ergänzt. Das ZEW TaxCoMM dient der Analyse von Aufkommenseffekten und der Verteilung der Steuerbelastung zwischen Unternehmen verschiedener Charakteristika im Rahmen von Steuerreformoptionen.

Zur Messung der effektiven Steuer- und Abgabenbelastung des Einsatzes von hoch qualifizierten Arbeitskräften hat das ZEW einen neuen Ansatz entwickelt, der unterschiedliche Gehaltsbestandteile, Vergütungshöhen und den Familienstand berücksichtigt. Diese Methode folgt im Aufbau für die Messung der Unternehmenssteuerbelastung verwendeten Konzeptionen und ermittelt die effektive Durchschnittssteuerbelastung als Indikator für die Steuer- und Abgabenbelastung, die auf der Vergütung eines hoch qualifizierten Arbeitnehmers lastet. Die Grundidee des Ansatzes ist, dass Arbeitgeber mit anderen Arbeitgebern um hoch qualifiziertes Personal konkurrieren. Um im Wettbewerb bestehen zu können, müssen sie die Steuern und Abgaben, denen die Arbeitskräfte unterliegen, kompensieren. Folglich muss auch der internationale Vergleich auf Basis eines identischen verfügbaren Einkommens nach Steuern und Abgaben vorgenommen werden.

Neben der Messung der effektiven Steuerbelastungen von Unternehmen und der Belastung des Personaleinsatzes hoch qualifizierter Arbeitnehmer ist das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung mit der vergleichenden Analyse zahlreicher anderer steuerlicher Instrumente befasst, beispielsweise im Rahmen der Erbschafts- und Vermögensbesteuerung oder im Bereich der Umweltabgaben.

lev 29.10.2010


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