Im Rahmen dieser Arbeit wird die räumliche Verteilung von Softwareunternehmen in Deutschland analysiert und bestimmende Faktoren ihrer Standortwahl ermittelt. In einer anschließenden Regressionsanalyse werden die identifizierten Standortdeterminanten genutzt, um die Mikrostandortwahl von Softwareunternehmen zu modellieren. Dieses Modell schätzt die Anzahl der lokalen Softwareunternehmen innerhalb jedes Quadratkilometers in Deutschland und basiert auf detaillierten Geodaten. Neben einem neuartigen Datensatz mit 31 Millionen Unternehmensstandorten kommen dabei insbesondere auch OpenStreetMap-Geodaten zum Einsatz. Es wird gezeigt, dass die Nutzung von disaggregierten Geodaten die Identifizierung von Standortdeterminanten erlauben, die bei der Analyse aggregierter räumlicher Einheiten verdeckt bleiben würden. Damit trägt die Arbeit zum Verständnis ökonomischer Prozesse auf kleinsträumlicher Ebene bei und unterstreicht die Bedeutung disaggregierter Geodaten in der Wirtschaftsforschung.

Kinne, Jan (2017), Standortmustermodellierung der deutschen Softwarebranche, in: Kolbe, Thomas H.; Bill, Ralf; Donaubauer, Andreas Geoinformationssysteme 2017, Beiträge zur 4. Münchner GI-Runde, Wichmann, Berlin, Offenbach, 24-28.

Autoren

Kinne, Jan

Schlagworte

Location Analysis, software industry, geographic data, microgeography, location factors