In den vergangenen Jahren verschieben sich sowohl innerhalb der Industrie als auch innerhalb des Dienstleistungssektors die Strukturen hin zu den technologieorientierten und wissensbasierten Branchen. Diese Strukturverschiebung wird ganz wesentlich durch die Gründungsdynamik im Unternehmenssektor geprägt. Für die internationale Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen wird der schnellen wirtschaftlichen Nutzung von wissenschaftlichen Erkenntnissen verstärkt Aufmerksamkeit gezollt. Die Gründung so genannter akademischer Spinoffs - das sind neue Unternehmen, die aus Hochschulen oder öffentlichen Forschungseinrichtungen heraus gegründet werden - sind ein Weg, um Forschungsergebnisse, neue Methoden und wissenschaftliche Kompetenzen in den Unternehmenssektor zu transferieren. Über die quantitative Bedeutung solcher Spinoffs, mögliche strukturelle Besonderheiten oder ihre konkrete Anbindung an wissenschaftliche Institutionen ist bisher wenig empirisch fundiertes Wissen vorhanden. Diese Studie - sie basiert auf den Daten einer Erhebung bei mehr als 20.000 Neugründungen aus forschungs- und wissensintensiven Branchen - schließt einen Großteil der bestehenden Informationslücken für das Spinoff-Gründungsgeschehen in Deutschland.

Schlagworte

Spinoff-Gründungen, öffentliche Forschung, Unternehmensgründung, EXIST-Regionen, forschungs- und wissensintensive Branchen