Innovationen in kleinen Unternehmen basieren häufig ausschließlich auf den Kenntnissen des Geschäftsführers (Burton, 2001; Cook, 1999). Jüngste Forschungsarbeiten weisen darauf hin, dass dieser Ansatz das Wissen anderer Mitarbeiter nicht hinreichend verwertet (Klaas et al., 2010). Jedoch bestehen bisher kaum empirische Studien, die diese Sichtweise belegen. Zwar findet die sogenannte 'upper echelon' Literatur Hinweise auf Zusammenhänge zwischen dem Humankapital von Top-Managern und der Innovationsleistung kleiner Unternehmen. Jedoch wurde die Rolle von Mitarbeitern ohne Leitungsfunktion im Innovationsprozess kleiner Unternehmen noch nicht untersucht.

Diese Studie untersucht daher empirisch inwieweit die Nutzung von Ideen von Geschäftsführern, anderen Mitarbeiten mit Leitungsfunktionen sowie Mitarbeitern ohne Leitungsfunktion die Innovationsleistung kleiner Unternehmen beeinflussen. Die empirische Analyse beruht auf 305 Beobachtungen kleiner Firmen des Verarbeitenden Gewerbes sowie den unternehmensnahen Dienstleistungen. Die Resultate zeigen, dass (i) tatsächlich nur wenige Firmen Mitarbeiter ohne Leitungsfunktion in den Innovationsprozess mit einbeziehen, und (ii) dass sowohl die Ideennutzung von Mitarbeitern mit Leitungsfunktion sowie auch von Mitarbeitern ohne Leitungsfunktion positiv zur Innovationsleistung beitragen. Ferner findet sich Heterogenität in den Effekten hinsichtlich Prozess- versus Produktinnovation sowie in der Herkunft der Vorschläge für Innovationen.

Andries, Petra und Dirk Czarnitzki (2012), Small Firm Innovation Performance and Employee Involvement, ZEW Discussion Paper No. 12-013, Mannheim. Download

Autoren

Andries, Petra
Czarnitzki, Dirk

Schlagworte

Employee involvement, upper echelon, non-managerial employees, innovation performance, small firms