Diese kumulative Dissertation befasst sich mit Ungleichheiten auf dem Arbeitsmarkt aus zwei Perspektiven. Die erste beleuchtet die Rolle der Lokalität für steigende Ungleichheiten in einer alternden und wissensbasierten Ökonomie. Die Dissertation liefert insbesondere eine Beschreibung aktueller Alterungsprozesse in deutschen Regionen, untersucht den regionalen Innovationseffekt einer alternden Erwerbsbevölkerung und beleuchtet die Rolle bildungsselektiver Wanderungsströme für regionale Disparitäten. Die Resultate demonstrieren die Bedeutung der Lokalität im demografischen Wandel, wo sich Regionen aufgrund von Agglomerations- und Urbanisierungstendenzen zunehmend polarisieren. Die Arbeit zeigt allerdings auch Chancen für Regionen mit einer alternden Erwerbsbevölkerung auf, die ihre Innovationskraft durch den Wissensaustausch zwischen Jung und Alt weiter erhöhen können. Die zweite Perspektive der Dissertation beschäftigt sich mit den ökonomischen Wirkungen von Mindestlöhnen als ein beliebtes Politikinstrument zur Bekämpfung von Ungleichheiten auf dem Arbeitsmarkt. Die Arbeit untersucht insbesondere die Beschäftigungseffekte sowie die Lohnwirkungen eines branchenspezifischen Mindestlohnes in Deutschland, wo die Eingriffsintensität vom Mindestlohn auch im internationalen Vergleich außergewöhnlich hoch ist. Die Resultate zeigen, dass ein Mindestlohn zwar für die erhofften Lohnsteigungen bei Geringverdienern sorgt, allerdings auch einige Nebenwirkungen bei qualifizierten Facharbeitern im Sektor hervorruft, einschließlich verringerte Beschäftigungschancen von Facharbeitern und eine gesunkene Bildungsrendite.

Kategorie

Monographie

Autoren

Gregory, Terry

Schlagworte

regional disparities, demographic aging, selective migration, wage inequality, minimum wages