Seit dem Jahr 2003 können Krankenkassen mit pharmazeutischen Unternehmen Rabatte über Arzneimittel vereinbaren. Insbesondere im Generikabereich hat sich der Abschluss entsprechender Rabattverträge seitdem zu einem wichtigen Instrument der Krankenkassen zur Kosteneinsparung entwickelt. Für die Generikahersteller haben Rabattverträge zu einer strukturellen Veränderung der Nachfrage geführt, da nun nicht mehr primär Ärzte, Apotheker und Patienten das Medikament wählen. Vielmehr treffen die Krankenkassen durch die Strukturierung der Ausschreibung von Rabattverträgen und die Wahl der Vertragspartner weitreichende Entscheidungen über die Aufteilung der Nachfrage auf die Hersteller. Vor diesem Hintergrund untersucht die Studie die Auswirkungen von Rabattverträgen auf die Generikaindustrie in Deutschland mit besonderem Fokus auf Marktstruktur, Anbietervielfalt und Wettbewerb. Untersucht werden auch die Kausalitäten zwischen gesetzlichen Änderungen, die seit dem Jahr 2009 insbesondere im Vergabe- und Wettbewerbsrecht vorgenommen wurden bzw. Änderungen in der Ausschreibungspraxis einerseits und der Marktstruktur andererseits.

Bauer, Cosima, Matthias Hunold, Kai Hüschelrath, Rebecca Jahn, Marco Kotschedoff, Ulrich Laitenberger, Gerald Lux, Uwe May, Anke Walendzik, Jürgen Wasem und Lennart Weegen (2015), Rabattvertragsausschreibungen in der Generikaindustrie in Deutschland , Bd. 104, Nomos, Baden-Baden. Download

Autoren

Bauer, Cosima
Hunold, Matthias
Hüschelrath, Kai
Jahn, Rebecca
Kotschedoff, Marco
Laitenberger, Ulrich
Lux, Gerald
May, Uwe
Walendzik, Anke
Wasem, Jürgen
Weegen, Lennart