Wenn Preisänderungen auf den Märkten von der Statistik nicht richtig erfaßt werden, kann dies zu folgenschweren Fehleinschätzungen führen. In der deutschen amtlichen Statistik werden zur Berechnung z.B. von Geldwertstabilität, realen Veränderungsraten des Bruttoinlandproduktes oder der Investitionen Preisindizes verwendet, die reine Preisänderungen vor allem dann nicht genau abbilden können, wenn diese mit Qualitätsänderungen bei einem Produkt einhergehen. Besonders Güter, die einem raschen Wandel unterliegen, wie High-Tech-Produkte, Personal Computer oder Software, stellen für die Preisstatistik ein Problem dar. Eine Lösung können sogenannte hedonische Preisindizes bieten. In Deutschland ist sowohl das Problembewußtsein als auch die konkrete Arbeit an verbesserten Meßmethoden noch zu wenig entwickelt - im Gegensatz zu anderen Ländern, insbesondere den USA. Der Band gibt einen Überblick über gängige Verfahren der Berücksichtigung von Qualitätsänderungen in der deutschen Preisstatistik sowie über Methodik und Einsatz qualitätsbereinigter Indizes in den USA. Er enthält weiterhin zwei empirische Untersuchungen, welche die hedonische Methode auf die Preisentwicklung von Computern und PC-Datenbanksoftware am deutschen Markt anwenden.

Harhoff, Dietmar und M. Müller (1995), Preismessung und technischer Fortschritt. , Bd. 2, Baden-Baden.