In der vorliegenden Studie wird anhand von Daten einer prospektiven Längsschnittstudie (Mannheimer Risikokinderstudie) untersucht, welchen Beitrag die Qualität der Mutter-Kind-Interaktion (MKI) im Säuglingsalter zur Vorhersage kognitiver (IQ) und nicht-kognitiver Fähigkeiten (Persistenz) bis zum Vorschulalter leistet. Dazu wird ein ökono-metrisches Modell verwendet, das zusätzlich zu den durch Verhaltensbeobachtung gewon-nenen MKI-Maßen die psychosoziale und organische Risikobelastung zum Zeitpunkt der Geburt, die sozio-emotionale Familienumgebung sowie das Haushaltseinkommen enthält. Die Verhaltensweisen von Mutter und Kind in der Interaktion tragen bedeutsam zur Prog-nose des IQ und der Persistenz bei. Der Erklärungswert der Interaktionsvariablen wird durch die anderen Einflussfaktoren nur teilweise eingeschränkt.

Autoren

Blomeyer, Dorothea
Laucht, Manfred
Pfeiffer, Friedhelm
Reuß, Karsten

Schlagworte

Frühe Mutter-Kind-Interaktion, mütterliche Feinfühligkeit, Reaktivität des Kindes, Geburtsrisiken, psychosoziale Risiken, Intelligenzentwicklung, Familienumgebung