Wie durch R. Hahn (1984) gezeigt wurde, kann Marktmacht eines Unternehmens auf einem Markt für handelbare Eigentumsrechte und daraus resultierende Wohlfahrtsverluste dadurch gemindert werden, dass dem Unternehmen freie Allokation an Emissionsrechten in vollem Umfang zugewiesen wird. In diesem Arbeitspapier wird ein alternativer Ansatz zur Linderung von Marktmacht vorgeschlagen. Falls eine Regulierungsbehörde nicht die volle Menge an Zertifikaten an ein Unternehmen mit Marktmacht frei zuteilen kann oder möchte, kann sie alternativ die globale Emissionsbegrenzung (cap) anpassen um die Ausübung der Marktmacht zu unterbinden. Durch Anpassung des caps kann ein Zustand erreicht werden in dem das Unternehmen mit Marktmacht einen Preis wählen wird, der dem Preis unter vollständigem Wettbewerb entspricht. Als Ergebnis daraus kommt es zu einer Angleichung der Grenzvermeidungskosten der regulierten Unternehmen und das Regulierungsziel kann zu geringstmöglichen Kosten erreicht werden.

Falls der cap effizient gewählt wurde, so dass Grenznutzen und Grenzkosten der Regulierung angeglichen sind, wird eine Änderung des caps zu einem Verlust an sozialerWohlfahrt führen. Um diesen Effekt zu kontrollieren, wird der Schaden einer Änderung des caps mit dem Nutzen der Begrenzung von Marktmacht abgewogen. Dadurch wird eine zweibeste Lösung als Reaktion auf Marktmacht in Märkten für handelbare Eigentumsrechte für den Fall abgeleitet, dass das Regulierungsziel ein soziales Optimum darstellt.

Heindl, Peter (2012), Mitigating Market Power under Tradeable Permits, ZEW Discussion Paper No. 12-065, Mannheim. Download

Autoren

Heindl, Peter

Schlagworte

Tradeable Permits; Market Power; Environmental Regulation