Das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) führte im Jahr 2004 im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) Erhebungen zur Beschreibung des Innovationsverhaltens des Produzierenden Gewerbes sowie des Innovationsverhaltens in den unternehmensnahen und distributiven Dienstleistungen in Deutschland durch. Diese Erhebungen erfolgten im Rahmen des Mannheimer Innovationspanels(MIP) und setzten die seit 1993 jährlich vom ZEW im Auftrag des BMBF durchgeführten Innovationserhebungen fort. Das MIP-Erhebungsdesign sieht vor, abwechselnd eine Kurz- und eine Langerhebung durchzuführen. Die Erhebung des Jahres 2004 war eine Kurzerhebung. Das bedeutet unter anderem, dass das Fragenspektrum vorrangig auf Fragen zu den Kernindikatoren des Innovationsverhaltens eingeschränkt wurde. Die Erhebungsergebnisse zu diesen Kernindikatoren wurden in Form eines Indikatorenberichts berichtet (vgl. Rammer et al. 2005a). Im Zug von Modifikationen des Erhebungsdesigns im Jahr 2004 konnte erstmals im Rahmen einer Kurzerhebung auch Raum für Schwerpunktfragen geschaffen werden. Der vorliegende Kurzbericht analysiert die in der Erhebung 2004 gestellte Schwerpunktfrage zu den Rahmenbedingungen, die für eine Aufnahme bzw. Ausweitung von Innovationsaktivitäten in Unternehmen im Zeitraum 2004-2005 notwendig wären. Der Bericht stellt die wichtigsten deskriptiven Ergebnisse vor, untersucht explorativ die Bestimmungsgründe, warum Unternehmen bestimmte Veränderungen als notwendig erachten, und zieht erste innovationspolitische Schlussfolgerungen.

Schlagworte

Innovationserhebung, MIP, Rahmenbedingungen für Innovationen