Umweltspezifische Vereinbarungen zwischen der Industrie und der Regierung, auch als Selbstverpflichtungen seitens der Industrie
bezeichnet, stellten insbesondere in den 90er Jahren ein maßgebliches Instrument der deutschen Klimapolitik dar. Während die Industrie
dieses Instrument befürwortete, zweifelten viele regierungsunabhängige Umweltorganisationen an der Wirksamkeit von Selbstverpflichtungen,
die Treibhausgasemissionen einzuschränken. Durch die Einführung des EU-Emissionshandels hat die Bedeutung von Selbstverpflichtungen deutlich
abgenommen, auch wenn es immer noch Sektoren gibt (z.B. die Automobilindustrie), in denen solche Vereinbarungen gelten.
Im Rahmen unserer Forschung versuchen wir, die Anreizstrukturen dieses Instruments zu analysieren und damit zu einer umfassenden Bewertung
der Umweltwirkungen von Selbstverpflichtungen beizutragen.