Das EU-Emissionshandelssystem (EU-EHS) ist derzeit das größte Handelssystem zur Begrenzung von Treibhausgasemissionen und bestimmt maßgeblich den weltweiten Markt für Emissionszertifikate. Der europäische Emissionshandel deckt etwa 50 % der deutschen CO2-Emissionen ab (2010: 453,9 MtCO2, 1.628 Anlagen) und ist daher nicht nur das zentrale Instrument der europäischen, sondern auch der deutschen Klimapolitik. Im Rahmen des KfW/ZEW CO2 Barometers werden seit 2009 alle emissionshandelspflichtigen Unternehmen in Deutschland jährlich zu ihren Aktivitäten und Strategien befragt. Das Emissionshandelsjahr 2010 war durch die schnelle wirtschaftliche Erholung nach der Finanz- und Wirtschaftskrise und gestiegene Emissionen geprägt. Die geplanten Veränderungen im Handelssystem ab 2013 werfen ihre Schatten voraus. Daher liegt der Fokus des diesjährigen KfW/ZEW CO2 Barometers auf dem Stand der Vorbereitungen der Unternehmen auf die dritte Handelsperiode. Außerdem werden die Auswirkungen von Transaktionskosten auf den Emissionshandel sowie Anreizstrukturen in Unternehmen näher beleuchtet.

Löschel, Andreas, Karl Ludwig Brockmann, Peter Heindl, Benjamin Johannes Lutz und Jan Schumacher (2011), KfW/ZEW CO2 Barometer 2011, Hoher Anpassungsbedarf im EU-Emissionshandel ab 2013 - deutliche Defizite bei der Vorbereitung in den Unternehmen, KfW Bankengruppe, Frankfurt am Main. Download

Kategorie

Gutachten

Autoren

Löschel, Andreas
Brockmann, Karl Ludwig
Heindl, Peter
Lutz, Benjamin Johannes
Schumacher, Jan

Schlagworte

emissionshandel klimapolitik unternehmen transaktionskosten