Die Berliner Wirtschaft erweist sich im deutschlandweiten Vergleich als deutlich innovationsorientierter. Der Anteil der Unternehmen, die neue Produkte oder neue Verfahren eingeführt haben ("Innovatorenquote"), lag im Jahr 2011 mit 57% um 7 Prozentpunkte über dem Vergleichswert für Deutschland insgesamt. Allerdings gilt dies nicht für alle Unternehmensgrößen. Denn die großen Unternehmen in Berlin schneiden bei den meisten Innovationskennzahlen schlechter ab. Demgegenüber sind die KMU in Berlin besonders innovationsfreudig. Dies gilt sowohl für die Industrie wie die Dienstleistungsbranchen. Die höchsten Innovatorenquoten in Berlin berichten die Elektroindustrie mit 83%, die Software/Datenverarbeitung mit 79% und die Forschungs- und Entwicklungsdienst leistungen mit 82%. Im Vergleich zu Deutschland zeigen folgende Branchen in Berlin eine deutlich über durchschnittliche Innovationsbereitschaft: Ver- und Entsorgung, Ingenieur-/Architekturbüros, Konsumgüterherstellung, Holz-/Papier-/Druckgewerbe, Finanzdienstleistungen, Elektroindustrie/Messtechnik/Optik, Nahrungsmittel/Getränke/Tabak und Unternehmensberatung. Erheblich niedrigere Innovatorenquoten als im deutschlandweiten Mittel zeigen sich nur in der Metall- und Steinwarenindustrie sowie in den Kreativdienstleistungen. Die insgesamt höhere Innovationsneigung der Berliner Unternehmen gilt sowohl für Produkt- wie für Prozessinnovationen.