Die neue Bundesregierung steht in der kommenden Legislaturperiode vor großen wirtschaftspolitischen Herausforderungen. Aus diesem Anlass hat das ZEW Handlungsempfehlungen für eine wirtschaftspolitische Agenda der kommenden Legislaturperiode erarbeitet. Die Empfehlungen konzentrieren sich auf Politikbereiche, in denen die Forschungs- und Beratungskompetenz des ZEW liegt. Das ZEW macht unter anderem Vorschläge wie ein institutioneller Rahmen für eine europäische Fiskalunion aussehen sollte, wie die Besteuerungsregeln im europäischen Binnenmarkt sinnvoll reformiert und das deutsche Steuersystem vereinfacht werden könnte. Darüber hinaus wird ein neues Strommarkt-Design vorgeschlagen, das einen kosteneffizienten Ausbau der erneuerbaren Energien und die Stabilität der Netze gemeinsam berücksichtigt. Das Papier des ZEW lenkt den Blick auf Instrumente, mit deren Hilfe das deutsche Innovationssystem zukunftstauglich gemacht werden könnte. Schließlich stehen weiterführende strukturelle Reformen am deutschen Arbeitsmarkt im Fokus der Empfehlungen, etwa im Bereich geringfügiger Beschäftigungsverhältnisse sowie bei der Qualifizierung besonders gefährdeter Gruppen am Arbeitsmarkt.