Die Zahl der Frauen, die sich selbständig machen, sowie deren Anteil an allen Eintritten in die Selbständigkeit haben laut Mikrozensus seit Beginn der neunziger Jahre stark zugenommen. Die Zunahme beschränkt sich jedoch weitgehend auf selbständige Tätigkeiten, die ohne Beschäftigte und oft nur in Teilzeit ausgeübt werden. Laut Mannheimer Unternehmenspanel (MUP), das einen relativ eng abgegrenzten Unternehmensbegriff verwendet, geht der Anteil der Gründungen von Frauen seit 2003 zurück. Die seit Ende der neunziger Jahre tendenziell rückläufige Entwicklung der Gründungszahlen macht sich bei Gründungen von Frauen noch stärker bemerkbar als bei Gründungen von Männern. Die "Qualität" der Gründungen von Frauen hat sich nur wenig verbessert. Es ist den Gründerinnen lediglich ansatzweise gelungen, vermehrt in wachstumsträchtige, männerdominierte Sektoren vorzudringen. Die Angleichung, die zwischen den Gründungen von Männern und Frauen bei Beschäftigungsgröße, Beschäftigungswachstum und Überleben zu beobachten ist, beruht hauptsächlich auf Verschlechterungen dieser Erfolgsgrößen bei den Gründungen von Männern.

Schlagworte

Unternehmensgründungen durch Frauen, Mikrozensus, Mannheimer Unternehmenspanel (MUP)