Ein bedeutendes Thema ist, in welchem Ausmaß das Wissen, das im Bildungssystem erlangt wurde, auf dem Arbeitsmarkt angeboten wird. Bekanntlich ist die Nicht-Partizipation am Arbeitsmarkt speziell unter Frauen und Müttern ein weit verbreitetes Phänomen, besonders in West-Deutschland. Es stellt sich daher die Frage, wie die Nicht-Partizipation die Zusammensetzung der Arbeitskräfte hinsichtlich der Qualifikationsgruppen beeinflusst.
Wenn Individuen bereit sind, ihre Fertigkeiten anzubieten, mag es sein, dass sie dennoch keine Arbeit finden. Daher ist Arbeitslosigkeit ein weiteres Thema. Die Analyse der Zusammenhänge zwischen Qualifikation und Arbeitslosigkeit soll helfen, Stärken und Schwächen der verschiedenen Elemente des Bildungssystems zu identifizieren. Sie ermöglicht außerdem die Identifizierung der Qualifikationsgruppen, die am häufigsten von Arbeitslosigkeit betroffen sind, ebenso wie die Bestimmung der Hilfsmaßnahmen, die ergriffen werden sollten.
Die Dynamik der Arbeitslosigkeit findet besondere Beachtung auf diesem Gebiet, speziell der Übergang von Beschäftigung in Arbeitslosigkeit und die Dauer der folgenden Arbeitslosigkeit. Ferner ist das Problem der Jugendarbeitslosigkeit von besonderem Interesse, da frühe Erfahrungen mit Arbeitslosigkeit Konsequenzen für den Rest der beruflichen Karriere haben.
Wenn Individuen eine Arbeit finden, ist eine Untersuchung der Charakteristika dieser Beschäftigung, und wie diese durch Bildung beeinflusst werden, interessant. Ein weiteres Ziel der Forschung am ZEW ist die Analyse der Berufe, zu der Bildung führt und der Grad der beruflichen Mobilität. Außerdem konzentrieren sich Untersuchungen auf spezifische Arbeitsmarktsegmente wie den Dienstleistungssektor und analysieren die Auswirkungen von Änderung der Arbeitsnachfrage.