Die Bildungsfinanzierung ist ein wichtiges Forschungsgebiet, da Bildung sowohl dem ausgebildeten Individuum als auch der Gesellschaft nutzt. Mögliche positive Effekte für die einzelne Person sind höhere Einkünfte und ein höherer sozialer Status, während die Gesellschaft von höheren Steuereinnahmen, geringeren Kriminalitätsraten und höherem Wachstum profitiert, wenn die Bevölkerung ein hohes Bildungsniveau erreicht hat. Dies wirft die Frage auf, welche Bildungsarten öffentliche Güter sind und wer sie finanzieren soll. Während allgemeinbildende Schulen fast völlig öffentlich finanziert und organisiert werden, ist die Finanzierung höherer Bildung sehr viel umstrittener. Die Forschung auf diesem Gebiet untersucht die Kosten der Bildung und vergleicht diese mit den Erträgen der Bildung. Die finanziellen Einschränkungen der Studenten bezüglich ihrer Möglichkeiten, für ihre Ausbildung zu bezahlen, werfen weitere Fragen auf, die sich mit den Effekten von Studienstipendien und -krediten (BAföG) beschäftigen.
Seit der Veröffentlichung der Ergebnisse der letzten PISA-Studie ist das deutsche Bildungssystem Thema einer breiten Diskussion in der Öffentlichkeit und zwischen Politikern. Aufkommende Fragen sind z.B., ob die schlechten PISA-Ergebnisse der deutschen Schüler der Sekundarstufe oder die etwas besseren PIRLS- Ergebnisse der deutschen Grundschüler mit dem spezifischem Bildungssystem in Zusammenhang stehen, und welche Veränderungen vorgenommen werden könnten, um die Bildungsergebnisse zu verbessern.
Die Forschung am ZEW bezüglich der Bildungspolitik konzentriert sich auf
Wir planen, unser Verständnis dieser Themen in zukünftigen Forschungsprojekten zu vertiefen. Politische Aspekte betreffen auch Effizienz- und Gleichheitsaspekte.