Die Studie ist in drei Teile gegliedert: Teil 1 untersucht quantitativ den Verlauf der bisherigen Anpassungen der Euro-Krisenstaaten, insbesondere im Hinblick auf wachstumsrelevante Faktoren wie Wettbewerbsfähigkeit und die Art der öffentlichen Konsolidierung. Dabei wird herausgearbeitet, welche Länder sich immer noch in einer kritischen Verfassung befinden und wo die bisherige und geplante öffentliche Konsolidierung wachstumsfördernd bzw. –hindernd ist. Zusätzlich wird untersucht, ob Moral Hazard-Vorwürfe an die bisherige Rettungspolitik berechtigt sind (ob es also zu einer Verlangsamung der Anpassung mit Einsetzen der Hilfsmaßnahmen gekommen ist). Teil 2 skizziert, aufbauend auf der Problemanalyse des ersten Teils, einen Ordnungsrahmen für eine dauerhafte Überwindung der (Staats-) Verschuldungs-problematik in Europa: die „Anpassungsunion“. Teil 3 fokussiert auf ein bisher noch zu wenig diskutiertes, aber sehr bedeutendes Element der institutionellen Neuordnung der Eurozone: die Konzeption eines Umschuldungsverfahrens für überschuldete Mitgliedstaaten.

Fuest, Clemens, Friedrich Heinemann, Jan Hogrefe, Marcus Kappler, Marc-Daniel Moessinger, Frauke Schleer, Atilim Seymen und Christoph Schröder (2014), Die Krise im Euroraum nachhaltig überwinden, Fortschritte in den Krisenländern und institutionelle Herausforderungen, vbw - Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e.V., München. Download