Seit Ende der siebziger Jahre ist die Zahl der Antidumpingverfahren weltweit drastisch gestiegen. In den Achtzigern wurden jährlich durchschnittlich 26 neue Antidumpingsanktionen von der EG verhängt. Bei diesen Sanktionen handelt es sich zum einen um die Verhängung endgültiger Strafzölle und zum anderen um die Akzeptanz von "freiwilligen" Preisverpflichtungen. In dieser Untersuchung wird die Antidumpingpolitik der EG systematisch analysiert. Neben einer Einordnung von Dumping aus ökonomischer Sicht beinhaltet die Studie eine genaue Betrachtung des Antidumpingverfahrens der Gemeinschaft und eine Beurteilung der Wirkung von Antidumpinginstitutionen. Nach der Analyse der von Sanktionen hauptsächlich betroffenen Länder und Branchen schließt die Studie mit einer Bewertung der EG-Antidumpingpolitik. Die Untersuchung richtet sich an Verantwortliche aus Verbänden und Unternehmen, die in hohem Maße von Importen abhängen oder auf nationalen und internationalen Märkten starke ausländische Konkurrenz haben. Allen wirtschaftspolitisch Interessierten bietet sie einen praxisorientierten Überblick über einen wesentlichen Teil der Protektionismusdebatte.

Egeln, Jürgen und U. Klann (1997), Die Antidumpingpolitik der Europäischen Gemeinschaft, Bd. 19, Nomos, Baden-Baden.