Exporte sind ein wichtiger Bestandteil kontinuierlichen Wachstums kleiner, offener Volkswirtschaften. Da Forschung und Entwicklung (FuE) ebenso wichtige Faktoren nachhaltigen Wachstums darstellen, scheint es sinnvoll den Zusammenhang zwischen Exportleistung und FuE auf der Firmenebene zu analysieren. Dazu verwenden wir in dieser Studie Daten belgischer Firmen als ein Beispiel einer kleinen, offenen Volkswirtschaft. Da es mögliche Rückkopplungseffekte zwischen Exporten und FuE geben kann, wird FuE in dieser Studie nicht als exogene Variable betrachtet, sondern mit Informationen über erhaltene Forschungssubventionen instrumentiert. So kann indirekt ein Zusammenhang zwischen Innovationpolitik und deren internationalen Valorisierung hergestellt werden. Wir benutzen Daten der Flämischen Innovationserhebungen 2005 und 2007. Es zeigt sich, dass zwischen Exporten und FuE ein signifikanter, positiver Zusammenhang besteht. Ferner erhöhen Forschungssubventionen die FuE-Intensität der Förderempfänger und tragen somit indirekt zur Intensivierung internationaler Umsätze bei. Dieses Resultat findet sich sowohl für Firmen, die nicht Teil einer internationalen Unternehmensgruppe sind, als auch für multinationale Unternehmen. Dies reduziert mögliche politische Bedenken, dass die Förderung von multinationalen Unternehmen zwar zu mehr FuE in einer Volkswirtschaft führt, aber nicht zu weiteren Erträgen, weil die Produktion innovativer Güter oder die Implementierung kostenreduzierender Produktionsverfahren im Ausland stattfinden.

Czarnitzki, Dirk und Annelies Wastyn (2010), Competing internationally: On the Importance of R&D for Export Activity, ZEW Discussion Paper No. 10-071, Mannheim. Download

Autoren

Czarnitzki, Dirk
Wastyn, Annelies

Schlagworte

Export, R&D, Multinational enterprises, Innovation Policy