Durch den Klimawandel ändern sich die Rahmenbedingungen für wirtschaftliches Handeln – Anpassung erscheint also auch aus ökonomischer Perspektive notwendig. Unter Anpassung an den Klimawandel sind dabei sowohl individuelle als auch institutionelle Maßnahmen in Reaktion auf das sich ändernde Klima zu verstehen, wobei diese vor allem das Ziel haben, die entstehenden Schäden zu begrenzen. Freilich stellt auch die Nutzung von Chancen des Klimawandels eine Form der Anpassung da. Dieses Klimadossier stellt in anderen Texten besonders vulnerable Branchen der deutschen Volkswirtschaft und deren Anpassungspotenziale vor. Davon ausgehend behandelt dieser Beitrag die Fragen: In welchen Situationen ist staatliches Handeln zur Klimaanpassung geboten, und unter welchen Bedingungen sollte die Wirtschaft und der private Haushalt eher ohne staatliches Zutun tätig werden? Wo ist private Anpassung erwartungsgemäß ineffizient, d.h. für die Gesamtwirtschaft nachteilig? Welche weiteren Gründe für staatliches Eingreifen gibt es? Diese Überlegungen sind für die private Wirtschaft von Bedeutung, da der eigene Aktionsradius im Anpassungshandeln natürlich auch durch staatliche Anpassung definiert wird.

Osberghaus, Daniel (2014), Anpassung an den Klimawandel – Welche Aufgabe hat die Wirtschaft und was übernimmt der Staat?, in: Climate Service Center (CSC) Klimanavigator, Der Wegweiser zum Klimawissen in Deutschland, . Download