Für Unternehmensdaten existieren im Gegensatz zu Personendaten keine einheitlichen Regeln zur Erstellung von Scientific-Use-Files, d.h. eines anonymisierten Datenfiles zur wissenschaftlichen Nutzung. Verschiedene Anonymisierungsmethoden werden hier vorgestellt. Um Mikrodaten einer breiten wissenschaftlichen Forschung zugänglich zu machen, soll deren Analysefähigkeit weitgehend erhalten bleiben. Es muss demnach ein Kompromiss zwischen den Anforderungen, der durch die den Merkmalsträgern - hier Unternehmen - gegebenen Zusage des Vertrauensschutzes entsteht, und dem Erhalt von wesentlichen Informationen für wissenschaftliche Untersuchungen gefunden werden. Ferner kann der Datennutzer selbst die Qualität seiner empirischen Analysen mit anonymisierten Mikrodaten verbessern. Zur Demonstration wird hier beispielhaft eine Korrekturmöglichkeit durch die Anononymisierung verzerrter Daten bei ökonometrischen Schätzungen vorgestellt.

Gottschalk, Sandra (2002), Anonymisierung von Unternehmensdaten , ZEW Discussion Paper No. 02-23, Mannheim. Download

Schlagworte

Unternehmensdaten, Anonymisierungsmaßnahmen, Analysefähigkeit, Korrekturmöglichkeit verzerrter Daten