In diesem Projekt wird die Performance der "Currency Harvest"-Strategie der Deutschen Bank analysiert. Bei dieser Anlagestrategie wird das so genannte "Forward Premium Puzzle" ausgenutzt. Konkret werden dabei Währungen mit relativ niedrigen 3-Monatszinsen leerverkauft, während in Währungen mit vergleichsweise hohen 3-Monatszinsen investiert wird. Diese Carry Trades stellen keine risikolose Arbitrage dar, denn der Investor trägt im Prinzip sowohl Wechselkurs- als auch Zinsänderungsrisiken. Wir finden jedoch - in Übereinstimmung mit der Fachliteratur - dass die untersuchten Anlagestrategien eine signifikant positive Überrendite erwirtschaften. Allerdings ist die Performance nicht stabil über die Zeit. In unserer Analyse untersuchen wir auch alternative Anlagestrategien auf Basis von Währungen (z. B. Optimierung der Portfoliogewichte), die sich jedoch schlechter entwickeln als die relativ einfach konstruierten Carry Trades. Wir finden außerdem keine Risikofaktoren, die eine Erklärung für die vorhandene Überrendite liefern könnten. Damit scheint die Überrendite nicht einfach ein Ausgleich für höheres Risiko zu sein.