Jahrg. 24 · Nr. 21 · Januar 2017

Insgesamt zeigen die Innovationstrends in der Branche Unternehmensdienste nach unten, was sich insbesondere an der rückläufigen Innovationsbeteiligung zeigt. So nahm die Innovatorenquote in zwei Teilbranchen deutlich ab. Am stärksten war der Rückgang bei den Grafik-, Büro-, Messe- und Produzentendiensten (von 44 auf 38 %), gefolgt von den Personal- und Sicherheitsdiensten (von 28 auf 25 %).
In den Reinigungs- und Gebäudediensten blieb die Innovatorenquote konstant bei 25 %. Die Innovationsausgaben der Branche hingegen erhöhten sich von 0,95 auf 1,21 Mrd. €. 2016 wird ein Rückgang auf 1,11 Mrd. € prognostiziert. 2017 sollen die Innovationsausgaben der Branche dann erneut auf 1,22 Mrd. € ansteigen. Die Innovationsintensität lag 2015 bei 1,0 % und damit über dem Wert aus 2014 (0,8 %). Die Grafik-, Büro-, Messe-, Produzentendienste wiesen mit 1,6 % die höchste Innovationsintensität auf, gefolgt von den Reinigungs- und Gebäudediensten (0,8 %) und den Personal- und Sicherheitsdiensten (0,5 %).
Der Umsatzanteil von Produktneuheiten stieg branchenweit von 3,9 % im Jahr 2014 auf 5,1 % im Jahr 2015. Dies ist auf den deutlichen Zuwachs des Umsatzanteils von Nachahmerinnovationen zurückzuführen. Dieser Wert stieg um 1,4 Prozentpunkte auf 4,6 %. Der Umsatzanteil mit Marktneuheiten verringerte sich leicht von 0,7 auf 0,5 %. Die Indikatoren zum Prozessinnovationserfolg zeigten hingegen nach oben: Während der Umsatzanstieg durch Qualitätsverbesserungen nur leicht stieg (von 1,5 auf 1,7 %), war der Kostensenkungsanteil mit 1,7 % sogar um 0,5 Prozentpunkte höher als 2014.
Für 2016 planten 25 % der Unternehmen fest mit Innovationsaktivitäten, weitere 3 % waren noch unentschieden. Damit wird das Niveau von 2015 (38 %) weit unterschritten. Für 2017 stabilisiert sich der Wert auf einem niedrigen Niveau. 21 % werden sicher Innovationen umsetzen, 7 % sind noch unsicher. Besonders stark werden Produktinnovationen zurückgenommen.