Jahrg. 24 · Nr. 2 · Januar 2017

Die Branchenstimmung in der Textil-, Bekleidungs- und Lederindustrie war im Jahr 2015 verhalten positiv. Das spiegelt sich auch in den Innovationsaktivitäten wider. Produktneuheiten trugen 19 % zum gesamten Umsatz bei. Damit liegt die Industrie im Branchenvergleich auf Platz 4 und zählt zu
den besonders innovationsorientierten Wirtschaftszweigen. Außerdem stieg der Indikatorwert im Vorjahresvergleich um einen Prozentpunkt an. Der Anteil der Unternehmen mit neuen Produkten oder Prozessen fiel 2015 leicht um einen Prozentpunkt auf 46 %. Der Anteil der Unternehmen mit Marktneuheiten fiel im Vergleich zum Vorjahr um 3 Prozentpunkte auf 17 %, während der Anteil der Unternehmen mit kostensenkenden Prozessinnovationen um einen Prozentpunkt auf 13 % stieg.
Die Innovationsausgaben der Branche nahmen 2015 auf 0,93 Mrd. € zu (2014: 0,70 Mrd. €).  Während sie in der Textilindustrie auf 0,34 Mrd. € stiegen, erhöhte die Bekleidungs- und Lederindustrie ihr Innovationsbudget auf 0,59 Mrd. €. Die Innovationsintensität der Branche stieg von 2,8 auf 3,5 %. Für 2016 und 2017 sind keine Zuwächse geplant. Die Innovationsausgaben sollen 2016 auf 0,78 Mrd. € fallen und dann konstant bleiben.
2015 betrieben 37 % der Unternehmen FuE-Aktivitäten, 17 % davon auf kontinuierlicher Basis. Gegenüber dem Vorjahr fiel der Anteil der kontinuierlich forschenden Unternehmen um 3 %. Prozessinnovationen trugen 2015 zu Stückkostensenkungen von 1,6 % bei. Gleichzeitig konnte durch Qualitätsverbesserungen der Umsatz auf 1,5 % gesteigert werden.
Die Planungen der Unternehmen lassen eine leicht fallende Innovationsbeteiligung sowohl im Jahr 2016 als auch im Jahr 2017 erwarten. 2016 sollen sowohl Prozess- als auch Produktinnovationsaktivitäten zurückgefahren werden.