Jahrg. 24 · Nr. 19 · Januar 2017

Die insgesamt günstige wirtschaftliche Lage in den technischen Dienstleistungen (Ingenieur- und Architekturbüros, technische Labore) und FuE-Dienstleistungen im Jahr 2015 mit einem Umsatzplus von knapp 3 % spiegelte sich auch in den Innovationsaktivitäten wider. Die Innovationsausgaben wurden im Vergleich zu 2014 (3,76 Mrd. €) im Jahr 2015 deutlich auf 5,04 Mrd. € erhöht. 2016 sollen sie allerdings auf 4,63 Mrd. € und 2017 weiter auf 4,54 Mrd. € zurückgenommen werden.
Die Innovationsausgaben stiegen sowohl in den FuE-Dienstleistungen als auch im Bereich der Ingenieur- und Architektenbüros sowie der technischen Labore. Dort erhöhte sich die Innovationsintensität von 1,7 % auf 2,5 %. In den FuE- Dienstleistungen erreichte sie mit 60 % einen neuen Höchstwert.
Die Innovatorenquote fiel 2015 leicht um 1 Prozentpunkt auf 40 %. In den FuEDienstleistungen nahm dieser Wert von 59 auf sehr stark 73 % zu, im Bereich der Ingenieur- und Architektenbüros sowie technischen Labore fiel sie hingegen um 3 Prozentpunkte auf 37 %. Der Anteil der Unternehmen, die 2015 Marktneuheiten eingeführt hatten, fiel stark von 14 auf 8 %.
Der Umsatzanteil mit neuen Produkten stieg 2015 von 8,4 auf 10,1 %. Der Umsatzanteil von Nachahmerinnovationen erhöhte sich um 1,4 Prozentpunkte auf 7,7 %, der Umsatzbeitrag von Marktneuheiten nahm von 2,1 auf 2,4 % zu. Der Kostensenkungsanteil durch Prozessinnovationen wuchs von 1,5 auf 1,8 % an. Durch Qualitätsverbesserungen konnte ein Umsatzanstieg von 2,5 % erzielt werden (+0,2 Prozentpunkte).
Für 2016 planten 36 % der Unternehmen fest mit der Durchführung von Innovationsaktivitäten, weitere 2 % waren noch unsicher. Damit dürfte die Innovationsbeteiligung aus dem Jahr 2015 (46 %) nicht ganz erreicht werden. 2017 rechneten 35 % der Unternehmen fest mit Innovationen, weitere 7 % hatten noch nicht entschieden, ob sie innovativ tätig sein werden.