Jahrg. 24 · Nr. 11 · Januar 2017

In der Branchengruppe der Möbel-, Sport- und Spielwarenindustrie, Medizintechnik sowie Reparatur und Installation von Anlagen und Geräten sank der Umsatzanteil mit Produktneuheiten gegenüber dem Vorjahr von 16,3 auf 12,3 %. Auf Marktneuheiten entfielen 2,4 %. Die durch Prozessinnovationen erreichte Stückkostensenkung stieg merklich auf 4,1 %. Aufgrund von Qualitätsverbesserungen konnte ein Umsatzanstieg von 3,2 % erzielt werden.
Gemessen am Umsatz liegen die Innovationsausgaben der Branche mit 3,1 % im Mittelfeld des Branchenvergleichs. Hierfür ist der Bereich Medizintechnik/Sport-/Spielwaren mit 4,4 % wesentlich verantwortlich. Die Möbelindustrie kommt dagegen nur auf eine Innovationsintensität von 1,6 %.
Die Innovatorenquote erhöhte sich erstmals seit 2010 wieder und erreichte einen Wert von 41 %, nach 38 % in 2014. Im Bereich Medizintechnik sowie Sport- und Spielwaren stieg sie auf 38 % (2014: 36 %). In der Möbelindustrie nahm sie gegenüber dem Vorjahr um zehn Prozentpunkte, von 48 auf 58 %, besonders stark zu. Im Bereich Reparatur und Installation von Anlagen und Geräten ist dagegen ein Minus von drei Prozentpunkten auf 33 % zu verzeichnen. Die Innovationsbeteiligung wird in den beiden Folgejahren wohl sinken: Für 2016 planten nur 34 % der Unternehmen fest mit Innovationsaktivitäten, weitere 7 % waren sich noch unsicher. Für 2017 sehen lediglich 32 % der Unternehmen Ausgaben für Innovationen vor, 13 % waren noch unentschieden.
Die Innovationsausgaben betrugen im Jahr 2015 2,86 Mrd. €. 2016 sollen sie leicht auf 2,80 Mrd. € fallen und werden 2017 aller Voraussicht nach geringfügig auf 2,78 Mrd. € abnehmen.