Jahrg. 24 · Nr. 7 · Januar 2017

Im Jahr 2015 verringerten sich die Innovationsaktivitäten der Branchen. Die Innovatorenquote sank gegenüber dem Vorjahr um fünf Prozentpunkte auf 36 %. Im Vorjahr waren es 41 %. Der Anteil der Prozessinnovatoren mit Kostensenkungen nahm ebenfalls um sechs Prozentpunkte ab und lag 2015 bei 11 % (2014: 17 %). Der Anteil der Unternehmen mit Marktneuheiten ging auf 6 % zurück. In der Metallerzeugung betrug die Innovatorenquote im Jahr 2015 36 % und hat somit den gleichen Wert wie bei der Metallwarenindustrie (36 %).
Die Innovationsausgaben fielen im Berichtsjahr 2015 leicht auf 4,29 Mrd. €. 2014 hatten die Unternehmen der Metallerzeugung und Metallwarenindustrie noch 4,66 Mrd. € für Innovationsprojekte bereitgestellt. Besonders stark gingen die Investitionen für innovative Anlagen zurück. Gemessen am Umsatz erreichten die Innovationsausgaben 1,9 % (2014: 2,1 %). Im Branchenvergleich ist das ein mittlerer Wert.
Der Umsatzanteil von Nachahmerinnovationen blieb dabei im Vergleich zum Vorjahreswert konstant bei 7,7 %. Der Umsatzbeitrag von Marktneuheiten ging leicht zurück und betrug in 2015 2,2 %. Ein Umsatzanteil mit neuen Produkten von 10,0 % bedeutet im Branchenvergleich einen Mittelfeldplatz. Durch Prozessinnovationen konnte die Branche ihre Stückkosten im Durchschnitt um 3,3 % senken (2015: 2,6 %). Besonders hoch waren die Rationalisierungserfolge mit 3,8 % Kosteneinsparung in der Metallerzeugung. Der Anteil der kontinuierlich forschenden Unternehmen verringerte sich leicht auf 11 % (2014: 13 %).
Die Planzahlen zeigen auch für 2016 einen weiteren Rückgang der Innovationsausgaben auf 4,05 Mrd. €. 2017 sollen die Innovationsbudgets um rund 0,1 Mrd. € zurückgefahren werden. Die Innovationsbeteiligung dürfte sowohl 2016 als auch 2017 weiter sinken. Nur 32 % der Unternehmen planen für 2016 fest mit Innovationsaktivitäten. 2017 sinkt diese Quote auf 30 %, weitere 8 % sind noch unsicher.