Jahrg. 24 · Nr. 16 · Januar 2017

Die Mediendienstleistungen stehen noch immer vor großen Herausforderungen, wie etwa der Digitalisierung von Produkten und Vertriebswegen. Viele Unternehmen begegnen dieser Situation mit eigenen Innovationsanstrengungen. Der Anteil der Innovatoren blieb 2015 mit 40 % annähernd auf Vorjahresniveau. Die Innovationsausgaben wurden 2015 um 0,22 auf 1,98 Mrd. € erhöht. Das entspricht 2,5 % des Branchenumsatzes (plus 0,3 Punkte gegenüber 2014). Die Film- und Rundfunksparte gibt mit 2,1 % einen geringeren Anteil ihres Umsatzes für Innovationen aus als die Sparte Druckereien und Verlage (2,7 %).
Der Umsatzanteil von Produktneuheiten stieg von 9,9 auf 10,5 %, was vor allem auf erhöhte Umsätze mit Marktneuheiten zurückzuführen ist. Deren Anteil erhöhte sich von 1,9 auf 2,3 %. Der Umsatzanteil von Nachahmerinnovationen nahm von 8,0 auf 8,2 % zu. Der Prozessinnovationserfolg zeigte ebenso nach oben. Die durchschnittlichen Kosteneinsparungen lagen 2015 mit 2,5 % merklich über dem Vorjahreswert (2,2 %). Insbesondere bei Film und Rundfunk stieg dieser Wert deutlich. Der Umsatzanstieg durch Qualitätsverbesserungen erreichte mit 1,6 % das Vorjahresniveau. Der Anteil der Unternehmen mit FuEAktivitäten erhöhte sich auf 17 %. 8 % befassten sich kontinuierlich mit FuE.
2016 sollen die Innovationsausgaben deutlich auf 2,19 Mrd. € erhöht werden. Für 2017 sind kaum veränderte Innovationsbudgets von insgesamt 2,15 Mrd. € vorgesehen. Der Anteil der innovativ tätigen Unternehmen könnte 2016 unter das Niveau von 2015 (46 %) fallen: 36 % planten fest mit Innovationsaktivitäten, weitere 5 % waren noch unsicher. Auch für 2017 ist eine etwas höhere Innovationsbeteiligung möglich: 35 % werden sicher Innovationsprojekte vorantreiben, während 10 % sich noch nicht entschieden haben.