Jahrg. 24 · Nr. 3 · Januar 2017

Die Innovationsaktivitäten der Holz- und Papierindustrie waren im Jahr 2015 durch höhere Prozessinnovationserfolge und höhere Erträge aus Produktinnovationen bei gleichzeitig geringen Innovationsausgaben gekennzeichnet. Die mit Prozessinnovationen erzielten Kosteneinsparungen erreichten im Jahr 2015 2,5 %, nach 1,8 % im Vorjahr. Prozessinnovationen trugen darüber hinaus über Qualitätsverbesserungen zu einem Umsatzanstieg von 2,2 % (2014: 1,0 %) bei. Der Beitrag von Produktinnovationen zum Branchenumsatz stieg im Jahr 2015 auf 9,6 % (2014: 8,8 %).  Marktneuheiten trugen 2015 mit 3,1 % deutlich mehr zum Umsatz bei als noch 2014 (1,3 %).
Der Anteil der Unternehmen, die Marktneuheiten eingeführt haben, fiel leicht von 11 auf 10 %. Der Anteil der Unternehmen mit kostensenkenden Prozessinnovationen stieg dagegen deutlich von 10 auf 18 %. Der Anteil der Unternehmen mit Produkt- oder Prozessinnovationen blieb mit 36 % gegenüber
2014 (37 %) nahezu unverändert.
Die Innovationsausgaben gingen um 3,6 % von 1,11 auf 1,07 Mrd. € zurück. Für 2016 ist mit einem Anstieg auf 1,4 Mrd. € zu rechnen. 2017 sehen die Planungen auch deutlich gesteigerte  Innovationsbudgets (1,45 Mrd. €) vor. Die Innovationsintensität (Innovationsausgaben je Umsatz) lag 2015 bei 1,7 % und niedriger als im Jahr davor. Die Innovationsaktivitäten sollen 2016 in Richtung Prozessinnovationen verlagert werden: 15 % der Unternehmen planen nur solche Verfahrensneuerungen (2015: 10 %). Lediglich 7,0 % setzen nur auf Produktinnovationen (2015: 9 %). Für 2017 ist ein erheblicher Anteil von Unternehmen noch unsicher, ob und in welche Richtung innoviert werden soll.
Steigend zeigte sich im Jahr 2015 die FuE-Beteiligung der Unternehmen. 12 % betrieben  kontinuierlich FuE, weitere 13 % befassten sich anlassbezogen mit der Hervorbringung neuer Technologien. 2014 lagen diese Anteile bei 9 bzw. 5 %. Damit verstetigt sich der langfristige Trend.