Jahrg. 24 · Nr. 17 · Januar 2017

Das Geschäftsjahr 2015 war ein turbulentes Jahr für die Finanzdienstleistungsbranche in Deutschland. Dies spiegelt sich auch in den Innovationsaktivitäten wider. Die Innovationsausgaben stiegen 2015 um 0,18 auf 5,62 Mrd. €. Für das Jahr 2016 ist ein sehr starker Abfall der Innovationsbudgets auf 2,15 Mrd. € geplant. Für 2017 ist ein erneuter kleiner Anstieg auf 2,37 Mrd. € vorgesehen. Vom gesamten Branchenumsatz (Bruttozins- und -provisionserträge sowie Bruttobeitragseinnahmen) wurden 0,66 % für Innovationsvorhaben bereitgestellt (2014: 0,70 %).
Der Anteil der Unternehmen, die neue Produkte oder Prozesse eingeführt haben, blieb konstant bei 41 %. Eine unveränderte Innovationsneigung zeigte sich in beiden Teilbranchen, den Banken sowie den Versicherungen und Maklern. Der Umsatzanteil mit neuen Produkten konnte gegenüber 2014 um 0,2 Prozentpunkte gesteigert werden, lag jedoch mit 9,0 % noch deutlich unter dem Wert von 2011 mit 11,9 %. Dabei überwog - wie in den Vorjahren - der Umsatzanteil von Nachahmerinnovationen mit 7,6 % den von Marktneuheiten (1,4 %) deutlich.
Der Kostensenkungsbeitrag durch Prozessinnovationen stieg deutlich um 1,3 Prozentpunkte auf 5,1 %. Die hohen Erfolge im Bereich von Qualitätsverbesserungen des Jahres 2014 konnten 2015 wiederholt werden. Der Umsatzanstieg durch Qualitätsverbesserungen erreichte 1,9 %, nach 1,7 % im Jahr 2014. Der Anteil der Unternehmen mit FuE-Aktivitäten erhöhte sich 2015 um sechs Prozentpunkte auf 20 %.
2016 dürfte die Innovationsbeteiligung kaum merklich zunehmen. Nachdem 2015 48 % der Unternehmen innovativ tätig waren, planten für 2016 bereits 47 % sicher mit Innovationsaktivitäten, weitere 2 % waren noch unsicher. Für 2017 zeichnet sich eine leichte Zunahme ab. 45 % der Unternehmen planten fest mit der Durchführung von Innovationsaktivitäten, weitere 7 % waren noch unentschieden.