Jahrg. 24 · Nr. 12 · Januar 2017

Die Branche Energieversorgung, Bergbau und Mineralölverarbeitung baute ihr Innovationspotenzial im Berichtsjahr 2015 weiter aus. Die Innovationsausgaben nahmen deutlich auf 5,33 Mrd. € zu (2014: 4,85 Mrd. €). Verantwortlich hierfür war vor allem die Energieversorgung mit einem Innovationsbudget von 4,64 Mrd. € in 2015. Die Innovationsausgaben entsprechen 0,8 % des Branchenumsatzes (2014: 0,7 %). Im Vergleich zu anderen Branchen ist das ein sehr niedriger Wert.
32 % der Unternehmen versuchten 2015, ihre Wettbewerbsfähigkeit durch die Einführung neuer Produkte oder Prozesse zu behaupten oder auszubauen (2014: 28 %). Der Anteil der Unternehmen mit Marktneuheiten fiel um 4 Prozentpunkte auf 3 %, während der Anteil der Unternehmen mit kostensenkenden Prozessinnovationen von 10 auf 15 % zunahm.
Parallel zu den gestiegenen Ausgaben konnte der mit Produktneuheiten generierte Umsatzanteil gesteigert werden. Er lag mit 4,7 % um 0,5 Prozentpunkte über dem Vorjahresniveau. Den höchsten Wert erzielte mit 14,1 % die Mineralölverarbeitung. Die Einsparungen durch Prozessinnovationen nahmen branchenweit um 1,3 Prozentpunkte auf 4,1 % zu. Durch Qualitätsverbesserungen stieg der Umsatz um 1,5 %. 17 % der Unternehmen betrieben 2015 intern FuE (2014: 14 %), darunter 8 % auf kontinuierlicher Basis.
Im Jahr 2016 sollen die Innovationsausgaben der Branche um 0,43 Mrd. € auf 4,90 Mrd. € zurückgenommen werden. Für 2017 ist ein kaum verändertes Ausgabenniveau von 4,93 Mrd. € vorgesehen. Der Anteil der innovativ tätigen Unternehmen dürfte 2016 leicht fallen: 31 % planten fest mit Innovationsaktivitäten, 7 % waren noch unsicher. Für 2017 wollen ebenfalls 31 % sicher und weitere 11 % eventuell in Innovationsprojekte investieren. Die Dynamik wird vor allem durch Prozessinnovationen bestimmt. Sie sollen 2016 eingeschränkt werden, stehen 2017 aber wieder stärker im Fokus.