Jahrg. 24 · Nr. 9 · Januar 2017

Die Elektroindustrie kann seit dem Jahr 2012 einen stetigen Auftrags- und Umsatzanstieg in allen Segmenten verzeichnen. Die günstige konjunkturelle Entwicklung im Jahr 2015 spiegelt sich jedoch nur teilweise in den Innovationsindikatoren wider. Die meisten Kennzahlen haben sich im Vorjahresvergleich kaum verändert.
Die Innovatorenquote (Anteil der Unternehmen mit Produkt- oder Prozessinnovationen) lag 2015 mit 65 % einen Prozentpunkt über dem Vorjahreswert. Der Anteil der FuE betreibenden Unternehmen erreichte mit 57 % einen etwas niedrigeren Wert als 2014 (58 %). Der Umsatzanteil mit neuen Produkten blieb mit 33 % gegenüber dem Vorjahr unverändert.
Bei den Innovationsausgaben war ein Zuwachs um 13 % auf 19,6 Mrd. € zu verzeichnen. In der Teilbranche Elektronik, Messtechnik und Optik stiegen die Innovationsbudgets von 10,9 auf 12,1 Mrd. €. Die Elektrotechnik gab 2015 rund 7,5 Mrd. € für Innovationsvorhaben aus (+1,0 Mrd. €). Die Innovationsintensität (Anteil der Innovationsausgaben am Umsatz) war 2015 mit 10,4 % die höchste im Branchenvergleich (+0,6 %-Punkte).
Ein Anstieg war auch bei den Rationalisierungsbeiträgen von Prozessinnovationen (Verringerung der durchschnittlichen Stückkosten) zu beobachten. Der Indikator erreichte 2015 mit 5,0 % ein höheres Niveau als 2014 (4,2 %). Der Umsatzanstieg durch Qualitätsverbesserungen fiel von 2,5 auf 2,4 %.
Für 2016 planten die Unternehmen, die Innovationsausgaben auf 20,0 Mrd. € (+1,9 %) zu steigern. Für 2017 sind 20,1 Mrd. € vorgesehen. Der Anteil innovativ tätiger Unternehmen dürfte 2016 mit ca. 63 % annähernd stabil bleiben. Für 2017 planten 59 % fest mit der Durchführung von  Innovationsaktivitäten, weitere 7 % waren noch unsicher.