Jahrg. 24 · Nr. 4 · Januar 2017

Die Innovationsausgaben der Chemie- und Pharmaindustrie erreichten im Jahr 2015 mit 16,3 Mrd. € einen neuen Rekordwert. Sie stiegen im Vorjahresvergleich um 1,1 Mrd. € an. Die Innovationsintensität (Innovationsausgaben in % des Umsatzes) nahm von 7,5 auf 8,1 % zu, wobei die Pharmaindustrie mit 18,3 % einen deutlich höheren Wert als die Chemieindustrie (4,8 %) aufweist.
Die Innovatorenquote, (Anteil der Unternehmen, die neue Produkte oder Prozesse eingeführt haben) fiel von 75 auf 67 % - das ist gleichwohl der höchste Wert im Branchenvergleich. Der Anteil der Unternehmen mit Marktneuheiten ging um zehn Prozentpunkte auf 29 % zurück. Der Anteil der Unternehmen mit kostensenkenden Prozessinnovationen blieb bei 21 % konstant. Der Anteil der Unternehmen mit kontinuierlichen FuE-Aktivitäten fiel von 64 auf 61 %, was ebenfalls der höchste Wert im Branchenvergleich ist. Weitere 10 % der Unternehmen befassten sich anlassbezogen mit FuE (-4 Prozentpunkte gegenüber 2014).
Die Innovationserfolge nahmen 2015 ebenfalls ab. Der Umsatz, der mit Produktneuheiten generiert wurde, fiel von 17,2 auf 15,8 %. Marktneuheiten trugen 5,8 % zum Umsatz bei (2014: 6,5 %). Der Kostensenkungsanteil durch Prozessinnovationen lag mit 2,3 % um 0,4 Prozentpunkte unter dem Vorjahreswert. Qualitätsverbesserungen erhöhten den Umsatz um 2,3 %. Für die Jahre 2016 und 2017 lassen die Planzahlen eine weitere Zunahme der Innovationsausgaben auf 17,2 Mrd. € in 2016
(+5 %) und 18,0 Mrd. € in 2017 (+10 %) erwarten. Der Anteil der innovativ tätigen Unternehmen dürfte 2016 leicht fallen. 2017 könnte die Innovationsbeteiligung dann wieder steigen. 69 % der Unternehmen planten bereits fest mit Innovationsaktivitäten, weitere 12 % waren sich noch unsicher.