Jahrg. 23, Nr. 21, Januar 2016

Die Branche der Unternehmensdienste erlebte nach dem positiven Jahr 2013 ein wirtschaftlich schwächeres Folgejahr 2014. Dies spiegelt sich auch in den Innovationsindikatoren wider. So nahm die Innovatorenquote in zwei Teilbereichen der Branche ab. Am stärksten war der Rückgang bei den Personal- und Sicherheitsdiensten (von 35 auf 27 %), gefolgt von den Reinigungs- und Gebäudediensten (von 28 auf 25 %). In den Grafik-, Büro-, Messe- und Produzentendiensten stieg die Innovatorenquote um 8 Prozentpunkte auf 45 %. Auch die Innovationsausgaben der Branche verringerten sich von 1,05 auf 1,03 Mrd. €. 2015 wird ein Anstieg auf 1,08 Mrd. € prognostiziert. 2016 sollen die Innovationsausgaben der Branche dann bei diesem Wert konstant bleiben. Die Innovationsintensität lag bei 0,9 % und damit unter dem Wert aus 2013 (1,0 %). Die Grafik-, Büro-, Messe-, Produzentendienste wiesen mit 1,5 % die höchste Innovationsintensität auf, gefolgt von den Reinigungs- und Gebäudediensten (0,9 %) und den Personal- und Sicherheitsdiensten (0,3 %). Der Umsatzanteil von Produktneuheiten stieg branchenweit von 3,5 % im Jahr 2013 auf 3,9 % im Jahr 2014. Dies ist auf den deutlichen Zuwachs des Umsatzanteils von Nachahmerinnovationen zurückzuführen. Dieser Wert stieg um einen halben Prozentpunkt auf 3,2 %. Der Umsatzanteil mit Marktneuheiten verringerte sich leicht von 0,8 auf 0,7 %. Die Indikatoren zum Prozessinnovationserfolg zeigten hingegen nach unten: Während der Umsatzanstieg durch Qualitätsverbesserungen leicht sank (von 1,6 auf 1,5 %), war der Kostensenkungsanteil mit 1,3 % um 0,9 Prozentpunkte niedriger als 2013. Für das Jahr 2015 planten 30 % der Unternehmen fest mit Innovationsaktivitäten, weitere 17 % waren noch unentschieden. Damit wird das Niveau von 2014 (38 %) wahrscheinlich erreicht oder sogar überschritten werden. Für 2016 rechneten 23 % fest mit der Umsetzung von Innovationen, weitere 24 % waren noch unsicher. Prozessinnovationen gewinnen zu Lasten von Produktinnovationen an Bedeutung.