Jahrg. 23, Nr. 2, Januar 2016

Die Branchenstimmung in der Textil-, Bekleidungs- und Lederindustrie war im Jahr 2014 verhalten positiv. Das spiegelt sich auch in den Innovationsaktivitäten wider. Produktneuheiten trugen 18,5 % zum gesamten Umsatz bei. Damit liegt die Industrie im Branchenvergleich auf Platz 4 und zählt zu den besonders innovationsorientierten Wirtschaftszweigen. Allerdings ging der Indikatorwert im Vorjahresvergleich um einen halben Prozentpunkt zurück. Der Anteil der Unternehmen mit neuen Produkten oder Prozessen fiel 2014 leicht um zwei Prozentpunkte auf 47 %. Der Anteil der Unternehmen mit Marktneuheiten und kostensenkenden Prozessinnovationen stieg im Vergleich zum Vorjahr jeweils um 3 Prozentpunkte auf 19 % bzw. 12 %. Die Innovationsausgaben der Branche nahmen 2014 deutlich um 25 % auf 0,70 Mrd. € ab (2013: 0,93 Mrd. €). Während sie in der Textilindustrie auf 0,22 Mrd. € zurückgingen, verringerte die Bekleidungs- und Lederindustrie ihr Innovationsbudget auf 0,47 Mrd. €. Die Innovationsintensität der Branche fiel von 3,5 auf 2,8 %. Für 2015 und 2016 sind wieder Zuwächse von jeweils 10 % geplant. Die Innovationsausgaben sollen 2015 auf 0,76 Mrd. € und 2016 auf 0,84 Mrd. € steigen. 2014 betrieben 32 % der Unternehmen FuE-Aktivitäten, 19 % davon auf kontinuierlicher Basis. Gegenüber dem Vorjahr blieb der Anteil der kontinuierlich forschenden Unternehmen unverändert. Prozessinnovationen trugen 2014 zu Stückkostensenkungen von 2,2 % bei. Gleichzeitig konnte durch Qualitätsverbesserungen der Umsatz um 0,9 % gesteigert werden. Die Planungen der Unternehmen lassen eine leicht steigende Innovationsbeteiligung im Jahr 2015 und einen Rückgang im Jahr 2016 erwarten. 2016 sollen sowohl Prozess als auch Produktinnovationsaktivitäten zurückgefahren werden.