Jahrg. 23, Nr. 19, Januar 2016

Die insgesamt günstige wirtschaftliche Lage in den technischen Dienstleistungen (Ingenieur- und Architekturbüros, technische Labore) und FuE-Dienstleistungen im Jahr 2014 spiegelte sich auch in den Innovationsaktivitäten wider. Die Innovatorenquote stieg um 9 Prozentpunkte auf 41 %. In den FuE-Dienstleistungen nahm dieser Wert von 73 auf 60 % ab, im Bereich der Ingenieurund Architektenbüros sowie technischen Labore stieg sie hingegen um 12 Prozentpunkte auf 40 %. Der Anteil der Unternehmen, die 2014 Marktneuheiten einführen konnten, erhöhte sich von 7 auf 12 %. Die Innovationsausgaben blieben im Vergleich zur 2013 (3,59 Mrd. €) im Jahr 2014 mit 3,58 Mrd. € faktisch unverändert. 2015 sollen sie leicht auf 3,48 Mrd. € zurückgenommen und 2016 wieder auf 3,60 Mrd. € erhöht werden. Gleichbleibenden Innovationsausgaben der FuE-Dienstleister standen niedrigere im Bereich der Ingenieur- und Architektenbüros sowie technischen Labore gegenüber. Dort verringerte sich auch die Innovationsintensität von 2,4 % auf 1,6 %, während sie in den FuE-Dienstleistungen bei 42 % konstant blieb. Der Umsatzanteil von neuen Produkten stieg 2014 von 7,0 auf 8,2 % und verließ damit den Tiefstwert des Jahres 2013. Der Umsatzanteil von Nachahmerinnovationen stieg um 0,9 Prozentpunkte auf 6,2 %, während der Umsatzbeitrag von Marktneuheiten von 1,7 auf 2,0 % zunahm. Der Kostensenkungsanteil durch Prozessinnovationen stieg von 1,2 auf 1,4 %. Durch Qualitätsverbesserungen konnte ein Umsatzanstieg von 2,2 % erzielt werden, das ist ein Minus von 0,4 Prozentpunkten. Für 2015 planten 45 % der Unternehmen fest mit der Durchführung von Innovationsaktivitäten, weitere 10 % waren noch unsicher. Damit dürfte die Innovationsbeteiligung aus dem Jahr 2014 (47 %) nicht ganz erreicht werden. 2016 rechneten 41 % der Unternehmen fest mit Innovationen, weitere 12 % hatten noch nicht entschieden, ob sie innovativ tätig sein werden.