Jahrg. 23, Nr. 16, Januar 2016

Die Mediendienstleistungen stehen noch immer vor großen Herausforderungen, wie etwa der Digitalisierung von Produkten und Vertriebswegen. Viele Unternehmen begegnen dieser Situation mit einer verminderten Innovationsanstrengung. Der Anteil der Innovatoren fiel 2014 leicht auf 42 % (2013: 43 %). Die Innovationsausgaben wurden 2014 um 0,28 auf 1,51 Mrd. € verringert. Das entspricht 2,0 % des Branchenumsatzes und stellt gegenüber 2013 ein Minus von 0,3 Punkten dar. Die Film- und Rundfunksparte ist mit einem Wert von 2,4 % deutlich innovationsfreudiger als die Sparte Druckereien und Verlage (1,7 %). Der Umsatzanteil von Produktneuheiten fiel von 10,8 auf 9,7 %, was vor allem auf geringere Umsätze mit Nachahmerinnovationen zurückzuführen ist. Deren Anteil verringerte sich von 8,6 auf 7,8 %. Der Umsatzanteil von Marktneuheiten nahm von 2,2 auf 1,9 % ab. Der Prozessinnovationserfolg zeigte dagegen nach oben. Die durchschnittlichen Kosteneinsparungen lagen 2014 mit 2,4 % merklich über dem Vorjahreswert (1,8 %). Insbesondere bei Film und Rundfunk stieg dieser Wert deutlich. Der Umsatzanstieg durch Qualitätsverbesserungen erreichte mit 1,5 % das Vorjahresniveau. Der Anteil der Unternehmen mit FuE-Aktivitäten sank auf 12 %. 8 % befassten sich kontinuierlich mit FuE. 2015 sollen die Innovationsausgaben leicht auf 1,54 Mrd. € erhöht werden. Für 2016 sind dann verringerte Innovationsbudgets von insgesamt 1,45 Mrd. € vorgesehen. Der Anteil der innovativ tätigen Unternehmen könnte 2015 über das Niveau von 2014 (44 %) steigen: 42 % planten fest mit Innovationsaktivitäten, weitere 12 % waren noch unsicher. Für 2016 ist eine sinkende Innovationsbeteiligung absehbar: Nur 26 % werden sicher Innovationsprojekte vorantreiben, während 23 % sich noch nicht entschieden hatten.