Jahrg. 23, Nr. 5, Januar 2016

Die Gummi und Kunststoff verarbeitende Industrie zeigte in Bezug auf ihre Innovationsleistung ein starkes Jahr 2014. Die Innovationsausgaben stiegen von 1,86 Mrd. € (2013) kräftig auf 2,20 Mrd. € und erhöhten sich somit um fast 20 % gegenüber dem Vorjahr. Die Innovatorenquote nahm ebenfalls deutlich um sechs Prozentpunkte auf 56 % zu. Auch der Anteil der Unternehmen mit kostensenkenden Prozessinnovationen stieg von 15 auf 18 % an. Der Anteil der Unternehmen, die mit Hilfe von Prozessinnovationen die Produktqualität verbessert haben, erhöhte sich von 16 % auf 18 %. Der Anteil der Unternehmen mit Marktneuheiten nahm von 20 auf 27 % zu. Ebenso zeigt sich ein merklicher Anstieg beim Anteil der Unternehmen mit Sortimentsneuheiten (von 18 % in 2013 auf 26 % in 2014). Der Anteil der Innovationsausgaben am Branchenumsatz (Innovationsintensität) erreichte 2014 einen Wert von 2,7 % und liegt damit um 0,2 Prozentpunkte über dem Vorjahreswert. Damit gehört die Gummi- und Kunststoffverarbeitung zu den durchschnittlich innovativen Branchen der deutschen Wirtschaft. Der mit Marktneuheiten generierte Umsatzanteil stieg von 2,9 % auf 3,0 %. Der Umsatzbeitrag von Nachahmerinnovationen fiel mit 8,4 % allerdings deutlich (2013: 11,6 %). Durch Qualitätsverbesserungen erreichte die Branche Umsatzsteigerungen von 3,6 % und damit einen Prozentpunkt mehr als im Vorjahr. Prozessinnovationen trugen darüber hinaus zu Stückkostensenkungen von 1,8 % bei (2013: 2,8 %). Der Anteil der Unternehmen mit kontinuierlicher FuE stieg von 18 auf 22 %. Für 2015 planten die Unternehmen mit deutlich niedrigeren Innovationsbudgets (1,84 Mrd. €). 2016 ist ein Zuwachs auf 1,96 Mrd. € vorgesehen. Der Anteil innovativ tätiger Unternehmen dürfte 2015 leicht steigen. Für 2016 planten 43 % der Unternehmen fest mit der Umsetzung von Innovationsaktivitäten. Der Anteil der noch unsicheren ist mit 21 % sehr hoch.