Jahrg. 23, Nr. 17, Januar 2016

Das Geschäftsjahr 2014 war ein erfolgreiches für die Finanzdienstleistungsbranche in Deutschland. Dies spiegelt sich auch in den Innovationsaktivitäten wider. Die Innovationsausgaben stiegen 2014 um 1,25 auf 5,67 Mrd. €. Für das Jahr 2015 ist nur ein geringfügiger weiterer Anstieg der Innovationsbudgets auf 5,77 Mrd. € geplant. Für 2016 ist keine wesentliche Veränderung vorgesehen. Vom gesamten Branchenumsatz (Bruttozins- und –provisionserträge sowie Bruttobeitragseinnahmen) wurden 0,68 % für Innovationsvorhaben bereitgestellt (2013: 0,52 %). Der Anteil der Unternehmen, die neue Produkte oder Prozesse eingeführt haben, blieb konstant bei 41 %. Eine unveränderte Innovationsneigung zeigte sich in beiden Teilbranchen, den Banken sowie den Versicherungen und Maklern. Der Umsatzanteil mit neuen Produkten konnte gegenüber 2013 um 0,3 Prozentpunkte gesteigert werden, lag jedoch mit 8,7 % noch deutlich unter dem Wert von 2011 mit 11,9 %. Dabei überwog - wie in den Vorjahren - der Umsatzanteil von Nachahmerinnovationen mit 6,9 % den von Marktneuheiten (1,8 %) deutlich. Der Kostensenkungsbeitrag durch Prozessinnovationen fiel um 0,9 Prozentpunkte auf 3,8 %. Die hohen Erfolge im Bereich von Qualitätsverbesserungen des Jahres 2013 konnten 2014 nicht wiederholt werden. Der Umsatzanstieg durch Qualitätsverbesserungen erreichte nur 1,7 %, nach 3,4 % im Jahr 2013. Der Anteil der Unternehmen mit FuE-Aktivitäten erhöhte sich 2014 um einen Prozentpunkt auf 14 %. 2015 dürfte die Innovationsbeteiligung merklich zunehmen. Nachdem 2014 52 % der Unternehmen innovativ tätig waren, planten für 2015 bereits 52 % sicher mit Innovationsaktivitäten, weitere 10 % waren noch unsicher. Für 2016 zeichnet sich ein leichter Rückgang ab. 48 % der Unternehmen planten fest mit der Durchführung von Innovationsaktivitäten, weitere 12 % waren noch unentschieden.