Jahrg. 23, Nr. 10, Januar 2016

Der Fahrzeugbau bleibt die innovationsintensivste Branche der deutschen Wirtschaft. So sind die Innovationsausgaben als Anteil des Umsatzes mit 10,0 % so hoch wie in keiner anderen Branche, wenngleich dieser Wert gegenüber 2013 um 0,6 Prozentpunkte sank. Ebenso erzielt keine andere Branche einen so hohen Umsatzanteil mit neuen Produkten. Im Jahr 2014 lag diese Kennzahl bei 46 % (2013: 49 %). Der Anteil der Unternehmen, die neue Produkte oder Prozesse eingeführt haben, hat im Jahr 2014 stark auf 55 % abgenommen. Der Anteil der Unternehmen mit Marktneuheiten fiel im Berichtsjahr von 27 auf 24 %. 17 % der Unternehmen führten kostensenkende Prozessinnovationen ein, das sind 9 Prozentpunkte weniger als 2013. Die durchschnittliche Stückkostensenkung fiel um einen Prozentpunkt auf 4,6 %. Besonders negativ entwickelte sich hier der Schiff-, Bahn- und Flugzeugbau mit einem Rückgang von 3,5 Prozentpunkten auf 4,0 % und damit unter den Wert des Automobilbaus (4,7 %). Der Umsatzanstieg durch Qualitätsverbesserungen nahm 2014 deutlich auf 1,4 % ab, nachdem 2013 noch 3,7 % erreicht worden waren. Die FuE-Aktivitäten blieben branchenüblich hoch. Dennoch fiel der Anteil der kontinuierlich FuE betreibenden Unternehmen von 34 auf 29 %. Der Anteil der gelegentlich forschenden Unternehmen ging geringfügig von 10 auf 9 % zurück. Die Innovationsausgaben erreichten 2014 mit 47,4 Mrd. € ein neues Rekordniveau. Einem Zuwachs bei den laufenden Aufwendungen (u.a. für FuE) standen geringere investive Ausgaben gegenüber. 2015 sollen die Innovationsbudgets auf 49,1 Mrd. € und 2016 auf 53,4 Mrd. € weiter zunehmen. Der Zuwachs wird fast ausschließlich vom Automobilbau getragen. Der Anteil der innovativ tätigen Unternehmen wird (nach 55 % im Jahr 2014) 2015 voraussichtlich leicht ansteigen. 52 % der Unternehmen planten fest mit Innovationsaktivitäten, weitere 11 % waren noch unsicher. Auch für 2016 ist eine Erhöhung wahrscheinlich: 52 % wollen sicher in Innovationsprojekte investieren, 25 % waren noch unsicher.