Jahrg. 23, Nr. 12, Januar 2016

Die Branche Energieversorgung, Bergbau und Mineralölverarbeitung baute ihr Innovationspotenzial im Berichtsjahr 2014 weiter aus. Die Innovationsausgaben nahmen gegenüber dem Vorjahr um 8 % auf 5,21 Mrd. € zu (2013: 4,84 Mrd. €). Verantwortlich hierfür war vor allem der Bereich Energieversorgung mit einem Innovationsbudget von 4,58 Mrd. € in 2014. Die Innovationsausgaben entsprechen 0,7 % des Branchenumsatzes. Im Vergleich zu anderen Branchen ist das ein sehr niedriger Wert. 31 % der Unternehmen versuchten 2014, ihre Wettbewerbsfähigkeit durch die Einführung neuer Produkte oder Prozesse zu behaupten oder auszubauen (2013: 30 %). Der Anteil der Unternehmen mit Marktneuheiten stieg um 2 Prozentpunkte auf 5 %, während der Anteil der Unternehmen mit kostensenkenden Prozessinnovationen von 14 auf 10 % abnahm. Parallel mit den gestiegenen Ausgaben konnte der mit Produktneuheiten generierte Umsatzanteil minimal gesteigert werden. Er lag mit 4,1 % um 0,1 Prozentpunkte über dem Vorjahresniveau. Den höchsten Wert erzielte mit 12,4 % die Mineralölverarbeitung. Die Einsparungen durch Prozessinnovationen gingen in der gesamten Branche um 0,7 Prozentpunkte auf 2,9 % zurück. Der Umsatzanstieg durch Qualitätsverbesserungen fiel ebenso leicht auf 0,9 %. 14 % der Unternehmen betrieben 2014 intern FuE (2013: 12 %), darunter 8 % auf kontinuierlicher Basis. Im Jahr 2015 sollen die Innovationsausgaben der Branche um rund 0,1 Mrd. € (-2 %) auf 5,11 Mrd. € zurückgenommen werden. Für 2016 sind Ausgaben von 4,92 Mrd. € vorgesehen. Der Anteil der innovativ tätigen Unternehmen dürfte 2015 leicht ansteigen: 28 % planten fest mit Innovationsaktivitäten, 10 % waren noch unsicher. Für 2016 wollen 27 % sich und weitere 12 % eventuell in Innovationsprojekte investieren. Während 2015 vermehrt Produktinnovationen verfolgt werden, stehen 2016 eher Prozessinnovationen im Vordergrund.