Jahrg. 23, Nr. 9, Januar 2016

Die Elektroindustrie kann seit dem Jahr 2012 einen stetigen Auftrags- und Umsatzanstieg in allen Segmenten verzeichnen. Die günstige konjunkturelle Entwicklung im Jahr 2014 spiegelt sich jedoch nur teilweise in den Innovationsindikatoren wider. Die meisten Kennzahlen haben sich im Vorjahresvergleich kaum verändert. Die Innovatorenquote (Anteil der Unternehmen mit Produkt- oder Prozessinnovationen) lag 2014 mit 71 % einen Prozentpunkt über dem Vorjahreswert. Der Anteil der FuE betreibenden Unternehmen erreichte mit 57 % einen etwas niedrigeren Wert als 2013 (60%). Der Umsatzanteil mit neuen Produkten erhöhte sich geringfügig auf 32,4 %. Bei den Innovationsausgaben war ein Zuwachs um 3 % auf 17,3 Mrd. € zu verzeichnen. In der Teilbranche Elektronik, Messtechnik und Optik stiegen die Innovationsbudgets von 10,0 auf 10,8 Mrd. €. In der Elektrotechnik gingen sie dagegen um 0,3 Mrd. € auf 6,6 Mrd. € zurück. Die Innovationsintensität (Anteil der Innovationsausgaben am Umsatz) war 2014 mit 9,9 % die zweithöchste im Branchenvergleich(+0,3 Prozentpunkte gegenüber 2013). Ein Abwärtstrend war bei den Rationalisierungsbeiträgen von Prozessinnovationen (Verringerung der durchschnittlichen Stückkosten) zu beobachten. Der Indikator erreichte 2014 mit 4,2 % ein niedrigeres Niveau als 2013 (5,4 %). Der Umsatzanstieg durch Qualitätsverbesserungen fiel von 3,3 auf 2,5 %. Für 2015 planten die Unternehmen, die Innovationsausgaben auf 17,6 Mrd. € (+1 %) zu steigern. Für 2016 sind 18,0 Mrd. € (+2 %) vorgesehen. Der Anteil innovativ tätiger Unternehmen dürfte 2015 bei 72 % annähernd stabil bleiben. Für 2016 planten 63 % fest mit der Durchführung von Innovationsaktivitäten, weitere 10 % waren noch unsicher.