Jahrg. 23, Nr. 4, Januar 2016

Die Innovationsausgaben der Chemie- und Pharmaindustrie erreichten im Jahr 2014 mit 15,2 Mrd. € ein neues Rekordniveau und stiegen im Vorjahresvergleich um 0,2 Mrd. € an. Die Innovationsintensität (Innovationsausgaben in % des Umsatzes) nahm von 7,5 auf 7,7 % zu, wobei die Pharmaindustrie mit 17,5 % einen deutlich höheren Wert als die Chemieindustrie (4,5 %) aufweist. Die Innovatorenquote, d.h. der Anteil der Unternehmen, die neue Produkte oder Prozesse eingeführt haben, blieb konstant bei 75 %, dem höchsten Wert im Branchenvergleich. Der Anteil der Unternehmen mit Marktneuheiten fiel um einen Prozentpunkt auf 36 %. Der Anteil der Unternehmen mit kostensenkenden Prozessinnovationen nahm leicht von 20 auf 21 % zu. Der Anteil der Unternehmen mit kontinuierlichen FuE-Aktivitäten stieg von 60 % auf 63 %, was ebenfalls der höchste Wert im Branchenvergleich ist. Weitere 14 % der Unternehmen befassten sich anlassbezogen mit FuE (-2 Prozentpunkte gegenüber 2013). Die Innovationserfolge nahmen 2014 ebenfalls zu. Der Umsatz, der mit Produktneuheiten generiert wurde, stieg von 15,9 auf 17,1 %. Marktneuheiten trugen 6,6 % zum Umsatz bei (2013: 5,0 %). Der Kostensenkungsanteil durch Prozessinnovationen lag mit 3,0 % um 0,2 Prozentpunkte über dem Vorjahreswert. Qualitätsverbesserungen erhöhten den Umsatz um 2,3 %. Für die Jahre 2015 und 2016 lassen die Planzahlen eine weitere Zunahme der Innovationsausgaben auf 15,4 Mrd. € in 2015 (+1 %) und 15,8 Mrd. € in 2016 (+3 %) erwarten. Der Anteil der innovativ tätigen Unternehmen dürfte 2015 auf hohem Niveau stabil bleiben. Für 2016 ist jedoch mit einem Rückgang der Innovationsbeteiligung zu rechnen. Nur 74 % der Unternehmen planten fest mit Innovationsaktivitäten, weitere 10 % waren noch unsicher.