Jahrg. 22, Nr. 21, Januar 2015

Die Branche der Unternehmensdienste erlebte nach dem schweren Jahr 2012 ein wirtschaftlich besseres Folgejahr 2013. Dies spiegelt sich auch in den Innovationsindikatoren wider. So nahm die Innovatorenquote in allen Teilbereichen der Branche zu. Am stärksten war der Anstieg bei den Personal- und Sicherheitsdiensten (von 28 auf 35%), gefolgt von den Grafik-, Büro-, Messe- und Produzentendiensten (von 33 auf 37%). In den Reinigungs- und Gebäudediensten stieg dieser Indikator um zwei Prozentpunkte auf 29%. Auch die Innovationsausgaben der Branche erhöhten sich von 0,71 auf 0,94 Mrd. €. 2014 wird sogar ein Anstieg auf 1,05 Mrd. € prognostiziert. 2015 sollen die Innovationsausgaben der Branche dann 0,95 Mrd. € betragen. Die Innovationsintensität lag bei 0,9% und damit deutlich über dem Wert aus 2012 (0,7%). Die Grafik-, Büro-, Messe-, Produzentendienste wiesen mit 1,5% die höchste Innovationsintensität auf, gefolgt von den Reinigungs- und Ge-bäudediensten (0,6%) und den Personal- und Sicherheitsdiensten (0,4%). Der Umsatzanteil von Produktneuheiten sank branchenweit von 4,8% in 2012 auf 3,5% in 2013. Dies ist auf den deutlichen Rückgang des Umsatzanteils mit Nachahmerinnovationen zurückzuführen. Dieser Wert sank um einen Prozentpunkt auf 2,8%. Der Umsatzanteil mit Marktneuheiten verringerte sich nur leicht von 1,0 auf 0,7%. Die Indikatoren zum Prozessinnovationserfolg entwickelten sich unterschiedlich: Während der Umsatzanstieg durch Qualitätsverbesserungen leicht sank (von 1,8 auf 1,5%), war der Kostensenkungsanteil mit 2,1% um 1,1 Prozentpunkte höher. 2014 planten 30% der Unternehmen fest mit Innovationsaktivitäten, weitere 6% waren noch unentschieden. Damit wird das Niveau von 2013 (38%) nicht erreicht werden. Für 2015 rechneten 28% fest mit der Umsetzung von Innovationen, weitere 7% waren sich noch unsicher. Prozessinnovationen werden zu Lasten von Produktinnovationen an Bedeutung gewinnen.